Ihr habt bestimmt alle schon einmal von Illusionisten gehört. Die, die dein Geburtsdatum wissen, die wissen, an welchen Song du gerade denkst oder den Namen deiner besten Freundin, als du vierzehn Jahre alt warst, nennen. Ich habe so eine Show live erleben dürfen und es war grandios! (Am Endes des Blogposts findet ihr ein Gewinnspiel!)

 

Bühne

Bühne

 

„Das Spiel. Are you part of The Game?“ – Das ist der Titel der Show, die bereits 2014 in London von dem Tiroler Philipp Oberlohr uraufgeführt wurde. In Wien fand die Premiere im Mai 2016 statt. Am 02.07.2016 war ich bei einer Show in „Die Schöne“ im 16. Bezirk dabei. Es war überwältigend, nicht nur deshalb, weil ich selbst Teil der Show war.

 

Die Bühne und der Publikumsbereich.

Die Bühne und der Publikumsbereich.

 

"Die Schöne" im 16. Bezirk.

“Die Schöne” im 16. Bezirk.

 

Im Grunde war es so, dass ich durch Zufall ausgewählt wurde, nachdem eine Person im Publikum eine Zahl zwischen 0 und 20 sagen sollte. Philipp Oberlohr zählte durch und ich war die 14. Person (die Zahl, die die Person zuvor genannt hat). Davor sollten wir uns alle unsere damalige/n beste/n Freund/in vorstellen, die wir aber, aus welchen Gründen auch immer, aus den Augen verloren hatten. Als ich dann an der Reihe war, ging er mit mir auf der Bühne durch diesen Raum und nach einiger Zeit wusste er ihren Namen und sprach ihn laut aus. Ich war hin und weg und kann es bis jetzt nicht glauben.

 

Philipp Oberlohr errät den Namen meiner damaligen besten Freundin.

Philipp Oberlohr errät den Namen meiner damaligen besten Freundin.

 

Wie funktioniert das? Was ist anders an Illusionisten? Wie können sie Dinge wissen, die wir fast vergessen haben? Um diese Fragen dreht sich das folgende Interview, das ich anschließend mit Philipp Oberlohr geführt habe.

 

Interview mit Philipp Oberlohr

 

Du hast Theologie studiert. Würdest du dich als spirituell bezeichnen? Wie siehst du den Zusammenhang zwischen deiner Arbeit als Illusionist und deinem Theologiestudium?

 

Im weitesten Sinne würde ich mich als spirituell bezeichnen. Tirol ist ja extrem katholisch, insofern kommt man da gar nicht drum herum. Ich bin dort auch in eine Franziskanerschule gegangen. Die Fragen „Wo kommen wir her?“, „Wo gehen wir hin?“ interessieren mich ziemlich. Ich finde, es gibt viele Zusammenhänge zwischen Theologie und dem Stück. Was mir auch an dir gefallen hat: einen Raum zu schaffen, wo man sich anders erleben kann, wo man spürt, wie es ist, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Ich habe das Gefühl, du hast das ganz nett erlebt. Und das Schöne bei dir war, dass du es auch gut geteilt hast. Oder vielleicht gar nicht anders konntest, als es zu teilen. Ja und oft habe ich das Gefühl, das bei manchen Leuten innen drinnen ganz viel ab geht.

 

Beruht dann deine Gabe auch ein bisschen auf Menschenkenntnis oder seit wann weißt du, dass du das kannst? Wie empfindest du deine Gabe?

 

Ich würde es eher als Fertigkeit bezeichnen, die man lernen kann. Es dauert halt eine Zeit lang, bis man das kann.

 

Wer hat es dir beigebracht?

 

Mir hat es ein Tiroler, der mein Mentor war, beigebracht. Von früh auf. Ich habe ja die letzten 8 Jahre in London gelebt. Aber was bei mir spannend oder herausfordernd war, war, aus einem traditionellen Setting rauszugehen. Und das an einen besonderen Ort zu bringen.

 

Also wie ist das – funktioniert bei den Shows immer alles reibungslos?

 

Es ist so eine Sache. Ich hab das Gefühl, ich bin recht gut unterwegs, aber oft liege ich natürlich total falsch.

 

Während des Stücks?

 

Ja, zum Beispiel beim Geburtstag. Da kann es sein, dass ich ein oder zwei Tage danebenliege. Beim Namen kann es sein, dass er ähnlich klingt.

 

Bist du eigentlich hauptberuflich Illusionist?

 

Ja!

 

Und wie kann man sich ein Leben als Illusionist vorstellen? Wie bereitest du dich auf die Shows vor? Wie viel Arbeit steckt dahinter?

 

Also diese Show gibt’s schon recht lang. Und für mich gibt es unterschiedliche Arten der Vorbereitung. Erstens einmal die Show entwickeln – und das habe ich bei dieser Show recht lang gemacht. Da gehören unterschiedliche Sachen dazu. Von der narrativen Struktur zum Set zu den einzelnen Elementen, die ich entwickle. Ich habe ja Theater studiert und ich bereite mich auf einen Auftritt vor wie beim schauspielern. Meditieren hilft mir, weil ich merke, je mehr ich bei mir bin, desto besser sind die Shows. Aber du kennst das bestimmt auch. Wenn du im Fluss bist, dann läuft’s. Das Schöne ist, dass die Struktur sehr solide ist. Auch wenn es mal weniger fließt, ist zumindest die Struktur da.

 

Philipp Oberlohr im Interview

Philipp Oberlohr im Interview

 

Wenn die Show beginnt, hört man die „Linzserenade“ von Gustav

 

Das war das erste Lied, das für die Show gestanden ist. Ich habe so einen alten i-Pod mit ganz vielen Liedern drauf. Einmal bin ich zu einem Auftritt gefahren und war am Weg zum Flughafen. Da hab ich den i-Pod auf Shuffle gestellt, habe das Lied gehört und mir gedacht: das wär doch ein super Lied. Dann wollten wir es verwenden, aber wir hatten nicht die Rechte dafür. Dann haben wir ganz lange nach einem Lied gesucht, das so ähnlich ist, aber keines gefunden. Deshalb habe ich Eva Jantschitsch („Gustav“) eine Nachricht geschrieben, worum es geht und dass wir gerne das Lied verwenden würden. Sie hat innerhalb von 2 Stunden zurückgeschrieben, dass es kein Problem ist! In England ist es praktisch, weil niemand den Text versteht und in Österreich fragen sich die Leute natürlich, was das jetzt soll (lacht).

 

Was war deine spannendste oder lustigste Begegnung mit einem Gast aus dem Publikum?

 

(Denkt nach.) Ah! Das war beim ersten Run 2014. Das war ein ganz abgefucktes Theater in London. Da war am Schluss ein Typ bei dem Lied da und der hat sich überhaupt nicht mehr eingekriegt. „Oh my fucking god!“ Das hat er glaube ich zehn Mal gesagt! Ja und das ist schön. Man schafft so einen Raum, wo die Leute so bewegt sind, dass sie gar nicht anders können, als zu reagieren. Diese soziale Maske fällt ab.

 

Das motiviert dich bestimmt auch oder?

 

Ja, das ist schön. Ja eben, oft sind die Leute auch so, dass sie so wenig teilen und es ist oft schade, weil dann der Rest vom Publikum auch nicht so mit zieht – das hat dann so eine Art Antiklima. Aber das ist ja das Spannende. Es ist live und ich weiß nie genau, was auf mich zukommt.

 

Danke Philipp Oberlohr für diese tolle Erfahrung und das Interview!

 

Melanie Wimmer mit Philipp Oberlohr

Melanie Wimmer mit Philipp Oberlohr

GEWINNSPIEL!

 

Auf meiner Facebookseite (www.facebook.com/mitteninwien) und auf meinem Instagram-Account (www.instagram.com/mitteninwien) verlose ich je 1×2 Tickets für eine Show von Philipp Oberlohr „Das Spiel. Are you part of The Game?“!

 

Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt sind Personen über 18 Jahre mit Wohnsitz in Österreich. Unter allen Kommentaren, die bis zum 21.07.16, 23:59 auf der Facebook-Seite (www.facebook.com/mitteninwien) oder auf meinem Instagram-Account (www.instagram.com/mitteninwien) unter dem jeweiligen Bild eingegangen sind, verlose ich je 1×2 Tickets für die Show am 11.10.16 von Philipp Oberlohr (insgesamt 2×2 Tickets). Die Gewinner werden gebeten, mir ihre Adresse per PM zu schicken. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise von Facebook oder Instagram gesponsert, unterstützt oder organisiert.

 

VIEL GLÜCK! :)

 

 

Weitere Termine der Show findest du hier: http://goo.gl/BZjLHP

 

Weiterführende Links:

 

www.das-spiel.org

www.philippoberlohr.com

https://www.youtube.com/watch?v=ol4lRHh_6R4

 

 

 

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